Mehr Wohn-Vielfalt in unseren Gemeinden

Wohnen ist im Wandel. Heute leben fast drei Viertel der Deutschen in 1-2 Personenhaushalten. „In unseren Dörfern haben wir für die wachsende Zahl der Singles, für Wohneinsteiger und ältere Menschen nicht immer die passenden Angebote“, so Bürgermeisterkandidat Jens Jenssen. Er hat sich auf seiner vor-Ort-Tour sowohl mit jungen als auch älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern hierüber unterhalten können und kommt zu dem Entschluss: „Wir müssen in unseren Gemeinden Wohnraum für die sich ändernde Nachfrage schaffen. Ansonsten wandern die Wohnungssuchenden in die Städte ab“.

Ein schönes Beispiel habe die Gemeinde Gillenfeld mit ihrer „Sorgenden Gemeinschaft“ im Herzen der Ortschaft umgesetzt: Barrierearme Wohneinheiten für ein autarkes Leben im Alter – mit einer lebendigen Hausgemeinschaft, die vielfältige gemeinsame

Angebote organisiere. Auch andere Konzepte hat er sich in den vergangenen Monaten angesehen, die ihn begeisterten: Ob Senioren-WG oder ambulant betreute Einrichtungen für Menschen, die Pflegeunterstützung benötigen. Mit einem Rundumservice fürs Rasenmähen, Heckenschneiden oder Schneeräumen. Solche Konzepte können seiner Meinung nach auch in kleinen Gemeinden umgesetzt werden, um älteren Menschen attraktive Wohnmöglichkeiten im Heimatdorf zu bieten. „Ich sehe in den Älteren einen unschätzbaren Wert für unsere Gesellschaft. Ich möchte ihnen Chancen und Möglichkeiten bieten, gut, glücklich und in gewohnter Gemeinschaft in unseren Dörfern zu leben“, so Jenssen. Aus eigener Erfahrung wisse er, dass es auch für die Angehörigen ein beruhigendes Gefühl sei, wenn im Bedarfsfalle die Familienangehörigen vor Ort gut versorgt sind.

Es seien aber verstärkt auch die Jungen, die vor Ort keine passende Wohnung fänden. Die Wohneinsteiger haben besondere Anforderungen an ihre Unterkunft: kompakt, bezahlbar, flexibel, möglichst ohne weitere Verpflichtungen. Solche kleineren mietbaren Einheiten – ob in Bestandsgebäuden oder Neubauten – fehlten in vielen Ortschaften. Daher, so Jens Jenssen, sollte man in allen Gemeinden darüber gemeinsam diskutieren: Was wird von welchen Bevölkerungsgruppen benötigt – und wie kann man es umsetzen? „Da gibt es vielfältige Modelle: Von einer Bürgergenossenschaft über öffentlich-private Partnerschaften bis zu externen privat- oder sozialwirtschaftlichen Investoren.“ Für solche Prozesse müsse die Verbandsgemeindeverwaltung eine Lotsen- und Betreuungsfunktion übernehmen. „Für jede Gemeinde wird die Lösung individuell ausgearbeitet werden müssen. Doch das Ziel ist überall das gleiche: Attraktiven Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen zu schaffen, damit Jung und Alt in ihren Dörfern gut und gerne wohnen bleiben.“