Jens Jenssen: „Es kann nicht sein, dass Daun als Mittelzentrum und Kreisstadt nicht durch eine Zugverbindung angebunden ist.“

Der Kandidat für das Amt des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Daun, Jens Jenssen, will die sich bietende Möglichkeit einer Reaktivierung der Eifelquerbahn nutzen und begreift sie als Chance für die zukünftige Entwicklung der Kreisstadt Daun und der gesamten Region Vulkaneifel.

Jenssen dazu: „Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur sind zentral für die Lebensqualität in der Vulkaneifel. Sie sind von enormer Bedeutung für den Wirtschaftsstandort und für den Tourismus bei uns. Verkehrswege bringen Menschen zu uns und ihnen folgen weitere Ansiedlungen. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte über klimafreundliche Mobilität stellt der Bahnverkehr eine gute Ergänzung zum Individualverkehr dar. Eine Reaktivierung der Eifelquerbahn würde dazu beitragen, den ÖPNV in der Vulkaneifel zu stärken und die Kreisstadt wieder an die Bahn anschließen, so dass wir wieder eine direkte Anbindung an die Wirtschaftstangente der Rheinschiene erhalten. Dafür setze ich mich schon lange ein und werde es weiter tun!“

Vor dem Hintergrund der dringend notwendigen Mobilitätswende sei ein Umdenken nötig. Der Klimawandel bedrohe die Menschen und

ihre Lebensgrundlagen existentiell. Die Auswirkungen seien längst auch in der Vulkaneifel angekommen. In allen Lebensbereichen solle konsequent für Klimaschutz eingetreten und entsprechende Konzepte umgesetzt werden. Das gelte nicht nur für die Stadt, sondern auch für den ländlichen Raum. Bürger und Wirtschaft seien für einen klimaschonenden Verkehr im ÖPNV und bei der Eisenbahn zu gewinnen.

Seit dem Jahreswechsel gibt es durch die geänderten bundesrechtlichen Rahmenbedingungen im Zuge des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) komplett neue Voraussetzungen. Der Bund fördert einen Ankauf sowie die baulichen Maßnahmen der eigentlichen Reaktivierung mit 90 %. Erstmals wird sogar die Planung mit 10% der entsprechenden Kosten gefördert. Jens Jenssen fordert daher: „Immer wird von gleichwertigen Lebensverhältnissen in Städten und auf dem Land gesprochen. Dann gilt es jetzt, dass wir hier auf dem Land in Sachen Schienenanbindung auch endlich etwas davon spüren. Es kann nicht sein, dass Daun als Mittelzentrum und Kreisstadt nicht durch eine Zugverbindung angebunden ist.“

Auf Antrag der Fraktionsgemeinschaft aus SPD und UWG hat der Kreistag Vulkaneifel bereits in seiner Sitzung am 16. Dezember 2019 beschlossen, die Beratungen zur Reaktivierung der Eifelquerbahn im Rahmen des kommunalen Arbeitskreises erneut aufzunehmen. Die Fraktion rund um Jenssen steht dazu auch in engem Austausch mit dem Verein Eifelquerbahn e.V. Der gesamte Regionalverkehr in Deutschland wird nicht eigenwirtschaftlich betrieben und durch milliardenschwere Regionalisierungsmittel aus dem Bundeshaushalt subventioniert. Zudem werden aktuelle Förderprogramme durch den Bund aufgelegt, die vor dem Hintergrund des Klimawandels die Reaktivierung von Bahnstrecken mit Bundesmitteln betreiben. Jenssen abschließend: „Daran sollten auch wir in der Vulkaneifel partizipieren.